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Technik

Verarbeitungstechnik von C-A-FLOOR Produkten

  1. Die erste und oberste Grundregel für mit C-A-Floor hergestellte Estriche lautet: Alles, was bei der Herstellung eines normativen Estriches zu beachten ist, sollte auch hier beachtet werden.
  2. Die Estrichqualität wird maßgeblich von den eingesetzten Zuschlagstoffen beeinflusst.
  3. Auf Grund des geringen Anteils an Feinbestandteilen sollte der Standardestrichsand eine Sieblinie im günstigen bis brauchbaren Bereich zwischen A8 und B8 aufweisen. Denn hier gilt insbesondere: Je weniger Wasser zur Herstellung des Estrichmörtels benötigt wird, desto weniger Restwasser muss abgegeben werden und desto weniger kommt es zu Riss- und Schwindverhalten – umso größer ist folglich die Festigkeitsentwicklung.
  4. Die Zementqualität ist speziell bei der Herstellung von Sonder- bzw. beschleunigten Estrichen von elementarer Wichtigkeit. Unsere Zusatzmittel sind in ihrer Wirkungsweise gekoppelt an die Hydratation des Zementes. Ohne Übertreibung kann hier behauptet werden: Bei Zementen mit CEM I Qualität bekommen Sie die besten Ergebnisse in allen Bereichen – sei es die Trocknung, das Riss- oder Schwindverhalten und letztlich die Festigkeitsentwicklung.
    Bei allen anderen Zementprodukten müssen in jedem Bereich Qualitätsabstriche gemacht werden. Das liegt natürlich an den Hauptbestandteilen – seien es Hüttensande, Puzzolane, Flugasche, Schiefer oder Kalkstein. Diese sogenannten Hauptbestandteile sind nichts anderes als Qualitätshemmer. Es muss nachvollziehbar sein, dass ein Zement mit 95 – 100 % Portlandzementklinkeranteil eine hochwertigere Hydratation aufweist als z.B. ein Zement mit 35 % Hüttensandanteil. Diese Hauptbestandteile ziehen sich wie ein roter Faden durch die Zementhydratation und beeinflussen Trocknung, Schwind- u. Rissverhalten ausschließlich negativ.

  5. Die Wasserzugabe: Ohne ausreichend viel Wasser gibt es keine hochwertige Zementhydratation! Aber:
    Falls die Wasserzugabe zu hoch ist sind alle vorgenannten Punkte wie Zement- und Sandqualität nur noch Makulatur. Betontechnologisch gesehen wird hier der Wasser / Zementwert von 0,50 als sehr günstig genannt, was aber bei einer Baustellenmischung nicht immer leicht zu ermitteln ist. Darum: Prüfen und Testen!

  6. Pflichtprüfungen zur Normenkonformität von Estrichen!
    Falls Sie eine pflichtbewusste und qualitätsorientierte Estrichfirma leiten, sollten Sie die Prüfungen zur Normenkonformität durchführen und alle anderen sollten sich hier nicht weiter angesprochen fühlen.
    Im Grunde sind diese Prüfungen nur eine Selbstbestätigung dessen, was eine Estrichfirma mit den eingesetzten Materialien leisten kann. Oder auch nicht leisten kann!
    Bei Sonderestrichen sind diese Prüfungen aus unserer Sicht ein absolutes Muss!
    Der Estrichhersteller muss in der Lage sein, nach Vorgabe des Zusatzmittellieferanten eine bestimmte Estrich-Mindestqualität herzustellen und die zugesicherten Eigenschaften gemäß Datenblatt zu erreichen. Bauvertragsrechtlich sind Sie als Estrichhersteller an jeder Baustelle verpflichtet, eine bestimmte Estrichqualität abzuliefern, und nicht nur an einer einzelnen. Und dieser Verpflichtung sollten Sie nachkommen.
    Pflichtprüfung Zementestriche: Druckfestigkeit C, Biegezugfestigkeit F, Verschleißwiderstand A bei direkt genutzten Estrichen.
    Bei Sonderestrichen wie beschleunigten Estrichen sind zusätzlich die zugesicherten Eigenschaften wie schnellere Trockmung mittels CM-Messmethode zu prüfen.

  7. Mischzeiten von Zusatzmitteln: Um eine bestimmte Qualität und Eigenschaft zu erreichen, sind die vorgegebenen Mischzeiten im Estrichmischer einzuhalten. Unsere Estrichzusatzmittel müssen komplett mit der Estrichmatrix vermischt sein, nur so können sie ihre Wirkungsweise mit Zement- Sand und Wasser entfalten. Zwei Minuten Mischzeit nach Zugabe der letzten Komponente müssen strikt eingehalten werden, ansonsten müssen wiederum Qualitätsabstriche wie z.B. bei der CM-Messung gemacht werden.
  8. Estriche mit C-A-Floor Beschleunigern werden gemäß BEB–Merkblatt Stand März 2014 mit der CM-Messmethode gemessen und beurteilt. Das heißt, die Messung erfolgt über den gesamten Querschnitt und mit einer 7 g Carbitampulle. Beheizte Estriche 1,8 CM % und unbeheizte Estriche 2,0 %, ohne jegliche Korrekturabzüge (siehe Arbeitsanweisung CM- Messung – BEB Merkblatt Stand März 2014).
  9. Glätten von Estrichen: Effektivste Ergebnisse der Estrichqualität werden durch maschinelle Glättung der Estrichfächen erreicht. Verdichtung, Trocknung und Estrichoberflächenfestigkeit werden positiv durch eine maschinelle Glättung beeinflusst.
  10. Klimatische Bedingungen: Für die klimatischen Bedingungen vor der Estrichverlegung sind ausschließlich die Bauherren oder ihre Vertreter verantwortlich.
    Melden Sie Bedenken an, falls die Luftfeuchtigkeit > 75 % ist, und verlegen Sie auf keinen Fall einen Estrich mit C-A-Floor Beschleuniger.
    Niedrige Temperaturen verlangsamen den Abbindeprozess, hohe Temperaturen beschleunigen ihn. Normative klimatische Trocknungsbedingungen mit einer Temperatur von 15 – 20 Grad und einer relativen Luftfeuchte von 65 % sind beste Vorrausetzungen zur Trocknung und Festigkeitsentwicklung von zementären Estrichkonstruktionen.
    Die frisch verlegten Estriche sind während der frühen Hydratationsphase (1. bis 5. Tag nach Estrichherstellung) vor Regen, Zugluft und Sonneneinstrahlung zu schützen.
    Ein Luftwechsel zur zugfreien Lüftung (3-mal täglich für 10 – 20 Minuten) 5 Tage nach Estrichverlegung ist zu gewährleisten.
    Der Einsatz von Kondensattrockner vor Feststellung der Belegreife ist strengstens untersagt! Vorsicht Kapillarabriss!